Ausgleichsmaßnahmen 2007 – wir unterstützen nachhaltige Entwicklung in IndienAls Ausgleichsmaßnahme für unsere Emissionen fördern wir ein Projekt, das in Jutefabriken ineffiziente Kohleverbrennungsöfen durch Biomasse-Verbrennungsanlagen ersetzt. Art des ProjektsRessourcenschonung, Reduzierung der Gesundheitsrisiken für Mitarbeiter Art der ZertifikateVER (sogenannte „verified emission reductions“, also zertifzierte CO2-Einsparungen) QualitätsstandardDas Projekt leistet einen Beitrag zur Reduktion globaler Treibhausgasemissionen und entspricht den Bestimmungen des Kioto-Protokolls. Die Maßnahme wurde als kleines CDM-Projekt validiert (Clean Development Mechanism steht im Kontext des Kioto-Protokolls für umweltfreundliche Entwicklungshilfe). 1089 Tonnen VER aus diesem Projekt wurden von der Münchener Rück Stiftung zum Ausgleich ihrer CO2-Emissionen aus dem Jahr 2007 erworben. Das Projekt stellt eine Fortsetzung ihres Engagements in Indien dar.Indien - Die Umstellung auf BiomasseverbrennungAls dieses Biomasseprojekt für eine Jutefabrik in Auftrag gegeben wurde, war es das erste seiner Art in Indien. In den dortigen Jutefabriken wird für zahlreiche Prozesse Dampf benötigt. Bei dem vorliegenden Projekt wird für die Dampferzeugung Kohle durch Biomasse-Reststoffe aus Jute, sogenannte „Caddies“, ersetzt. Caddies sind preiswerte Naturfasern, die auch als Sackleinen bekannt sind. In dem Projekt werden alte, mit Kohle befeuerte Heizkessel durch moderne Biomassekessel ersetzt, die Caddies als Brennstoff verwenden. Dadurch gelingt es, regional vorhandene, nachwachsende Rohstoffe effizient zu nutzen und dabei gleichzeitig die durch Kohleverbrennung entstehenden CO2-Emissionen zu reduzieren. Die Jute-Caddies, die hier zum Einsatz kommen, bestehen aus Aschestaub und überschüssigen Jutefasern, die ansonsten entsorgt würden. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag, damit Indien seine Ziele für eine nachhaltige Entwicklung erreichen kann. Nachhaltige Verbesserungen durch:- Verminderung der Luft und Wasserverschmutzung, die mit Kohleverbrauch,-transport und -verbrennung einhergehen.
- Reduzierung von Gesundheitsrisiken für Mitarbeiter.
- Schonung der fossilen Ressourcen.
- Beseitigung der Flugstaubablagerungen die durch die Befeuerung der Heizkessel mit Kohle entstehen.
- Nutzung der Jute-Caddies.
Dieses Projekt ist CDM-zertifiziert und stellt historische Emissionseinsparungen zur Verfügung, die als VERs erworben werden können. Durch den Verwendung von Biomasse an Stelle von Kohle kann dieses Projekt zur Reduzierung von ungefähr 5100 Tonnen CO2-Äquivalenten im Jahr beitragen. |