Klimagipfel COP 13 in Bali - Side Event zu „Klimawandel und Gerechtigkeit“10. Dezember 2007Das Thema „Klimawandel und Gerechtigkeit spielt eine immer wichtigere Rolle. Das zeigten zahlreiche Diskussionen im Rahmen des 13. Weltklimagipfels auf Bali. Auch im Plenum der Verhandlungen wurde über die Ausgestaltung eines Klimafonds diskutiert, der den besonders betroffenen armen Ländern zugute kommen soll. Die Industrienationen haben durch ihren hohen Ressourcenverbrauch den menschgemachten Klimawandel hauptsächlich verursacht, Hauptleidtragende sind die Entwicklungsländer. Ein Team aus unserem Projekt „Klimawandel und Gerechtigkeit“ hat speziell dazu ein Side Event auf dem Klimagipfel durchgeführt. Thomas Loster von der Münchener Rück Stiftung zeigte auf, dass in der Vergangenheit, auch im Jahr 2007, die ärmsten Länder am stärksten von Wetterkatastrophen betroffen waren. Hans-Martin Füssel vom PIK wies auf die Verschärfung der Risiken durch den Klimawandel hin und zeigte, dass die armen Menschen besonders verletzlich sind. Ottmar Edenhofer vom PIK erläuterte Berechnungen zur „Kohlenstoffschuld“ der Industrienationen und belegte, dass sich die Schäden des Klimawandels auf ein beherrschbares Maß begrenzen lassen. Anhand von Berechnungen wies er darauf hin, dass ein Zielkonflikt zwischen Wirtschaftswachstum und Klimaschutz vermeidbar ist. Anika Schreoeder von Misereor rundete die Vorträge ab. Sie unterstrich, dass eine nachhaltige Entwicklung nur möglich ist, wenn Klimaschutz und Armutsbekämpfung integriert behandelt werden. Mit einem Appell, das Handlungsvermögen der Betroffenen vor Ort in den armen Ländern zu stärken, eröffnete sie die Diskussion. Rund 50 Experten von Regierungs- und Nichtregierungsorganstationen diskutierten anschließend wichtige Aspekte rund um den Themenkreis „Klimawandel und Gerechtigkeit“. Lesen Sie die Pressemitteilung (PDF, 123 KB) Gehen Sie auf die Projektwebseite: www.klima-und-gerechtigkeit.de |