Flutrisiko am Save - Wer hält das Warnsystem am Laufen?Unser Besuch von Ort im September 2008 hat gezeigt, dass die Warnkomponenten am Save in Zentralmosambik nun aufgebaut sind: die Katastrophenkomitees stehen bereit, alle notwendigen Elemente wie Pegelmesser oder Funkgeräte sind installiert. Wie geht es weiter? Am 3. Oktober 2008 lud der Distriktgouverneur von Búzi, Sr. Sérgio Moiane, zum Gipfeltreffen an den Sitz seiner Bezirksregierung ein. Sieben Distriktchefs aus dem Einzugsgebiet von Búzi und Save berieten, wie man die Flutwarnsysteme weiterentwickeln könne. Doch zunächst stand die feierliche Einweihung eines weiteren Katastrophenzentrums am Regierungssitz auf dem Programm. Dorfbewohner und Katastrophenkomitees kamen zu der kleinen Feier. Schließlich schnitt die Direktorin des nationalen Katastrophenschutzes INGC aus Maputo, Dr. Ana Cristina, selbst das rote Band am Eingang durch. Das Warnsystem erhält damit auch hier eine feste Heimat und erlangt so eine besondere Bedeutung für die Menschen im Ort. Kern der Gipfelgespräche war die Frage, wer den Ausbau und die Wartung der Systeme übernehmen wird, sobald die Münchener Rück Stiftung und der Kooperationspartner von GIZ und IP Consult das Projekt formal abgeschlossen haben. Denn zum einen bestehen nach wie vor kleine Lücken, so dass Menschen in entfernteren Regionen ohne Anschluss sind. Zum anderen muss die Ausbildung weiterer Katastrophenkomitees sichergestellt werden. Ana Cristina hat bei dem Treffen klar gemacht, dass sie ihre Behörde in der Verantwortung sieht. Sie will sich auch dann für das System einsetzen, wenn der Projektleiter Wolfgang Stiebens aus der Hauptstadt Maputo, die lokalen Projektleiter und die Trainer aus Mittelamerika die Region verlassen haben. Somit hat der Gipfel die Frage nach der Ownership, also der Eigenverantwortlichkeit zentraler Akteure, positiv beantwortet. Sie erstreckt sich von den Entscheidungsträgern auf nationaler Ebene über die distriktverantwortlichen Administratoren bis hin zu einzelnen Flutwarnhelfern. Diese haben am Rande des Flutgipfels noch einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie gut sie organisiert sind. 05. März 2009 |