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Rettungsübung am Fluss Búzi
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Flutwarnkarte der Dorfbevölkerung
01Rettungsübung am Fluss Búzi
02Flutwarnkarte der Dorfbevölkerung

Flutwarnsystem in Mosambik – das erfolgreiche Projekt geht in die zweite Runde!

In der zweiten Phase wollen wir das Warnsystem an einem anderen Fluss Mosambiks, dem Save, installieren. Der Beweis der Multiplizierbarkeit ist eine wichtige Voraussetzung, um aufzuzeigen, dass Frühwarnsysteme, die beim Menschen im Risiko ansetzen, auch in anderen Risikogebieten mit Erfolg funktionieren.

Die Arbeiten am „Flutwarnsystem Búzi“ in Zentralmosambik sind abgeschlossen. Es wurde im Herbst 2006 an den Distriktgouverneur, Herrn Landa, übergeben. Übungen, die 2005 und 2006 vor der Regenzeit im Herbst durchgeführt wurden, haben gezeigt, dass die Flussanrainer das Flutwarnsystem verstehen und annehmen.

Multiplikation kann verschiedene Wege gehen

Für die Multiplikation gibt es verschiedene Optionen:

  • Der Wissenstransfer in ein Flusseinzugsgebiet eines anderen Landes würde belegen, dass das Warnsystem über die Grenzen hinweg anwendbar ist.
  • Die erfolgreiche Installation an einem weiteren Fluss im selben Land würde beweisen, dass sich das Warnsystem flächendeckend auch in anderen Regionen einsetzen lässt. Ebenfalls klar würde, dass das System am Búzi nicht nur zufällig funktioniert und somit keine Eintagsfliege ist.
„Flutwarnsystem Save“

Für Mosambik haben wir mit unseren Partnern vor Ort drei mögliche Risikogebiete an Flüssen, die regelmäßig von Überschwemmungen betroffen sind, verglichen – Sambesi, Pungwe und Save. Schließlich entschieden wir uns für rasche Maßnahmen am Save, da man hier das Flutwarnsystem auch unter Berücksichtigung internationaler Aspekte am ehesten verwirklichen kann.

Der Save liegt wie der Búzi in der Provinz Sofala und machte bei den Überschwemmungen im Jahr 2000 Geschichte. Aufgrund des flachen Einzugsgebiets bildete sich damals ein riesiger See, Menschen harrten tagelang auf Dächern und Bäumen aus, bis Hilfe aus der Luft kam. Wie beim Sambesi liegen Teile des Einzugsgebiets in Simbabwe. Auch hier ist es schwierig, die Flussregulierung am Oberlauf zu beeinflussen, allerdings sind diese Hürden überwindbar. Vom Übertritt nach Mosambik bis hin zur Hauptrisikozone im Mündungsbereich des Flusses braucht die Hochwasserwelle ca. 48 Stunden. Zeit genug, um die Menschen mit einem Frühwarnsystem, das im Grenzgebiet am Ort Massengena am Oberlauf installiert wird, rechtzeitig vor Überschwemmungen zu warnen. Stützpunkt im Zielgebiet wird der Ort Villa Franca sein. Ansonsten wird das Warnsystem die gleichen Komponenten haben wie am Búzi.

Vulnerabilitätskarten zeigen die verwundbaren Stellen der Bevölkerung

Das Projekt soll in der zweiten Phase durch Vulnerabilitätskarten ergänzt werden. Im Laufe des Sommers 2007 werden am Búzi Methoden und Karten entwickelt, die Aufschluss über die Verletzlichkeit der Menschen am Fluss geben. Die Karten werden mit existierenden Flutwarn- und Evakuierungskarten abgeglichen. Die Technik für diese Vulnerabilitätsanalysen soll dann auch am Save angewendet werden. Wissen um die Achillesfersen der Gemeinden wird helfen, das Flutwarnsystem optimal auszugestalten.

Laufzeit der zweiten Projektphase 2008 abgeschlossen

Das Projekt „Flutwarnsystem Save“ startet im April 2007 und soll noch vor der Regenzeit im Herbst 2008 abgeschlossen sein. Wenn es gelingt, in 18 Monaten ein funktionierendes Flutwarnsystem an diesem Fluss zu installieren, kann man an einen weiteren Ausbau denken und nach und nach die Risikosituation tausender Menschen verbessern.

Katastrophenvorsorge: Projekte

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Flutwarnsystem in Mosambik - Phase 1

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Download PDF

> Projektüberblick (englisch) (383 KB)

 

Kontakt

> Thomas Loster