Alarmstufe Rot in Mosambik – Ein Prüfstein für unser FlutwarnsystemUngewöhnlich intensive Niederschläge haben Ende Januar in Mosambik zu großflächigen Überschwemmungen geführt. Unsere Flutwarnsysteme an den Flüssen Búzi und Save wurden auf die Bewährungsprobe gestellt. In der 2. Januarhälfte regnete es in einigen Regionen des Landes 60 mm und mehr pro Tag. Flüsse traten über die Ufer und verursachten Ernteverluste. Im Süden des Landes und in Zentralmosambik mussten bis dato ca. 12.000 Personen evakuiert werden, 14 Menschen kamen ums Leben. Nach Behördenangaben entspricht die aktuelle Gefährdungssituation der aus dem Jahr 2000. Damals bildeten sich rasch riesige Seen, Menschen flohen auf Dächer, am Ende waren hunderte Menschenleben zu beklagen. Heute sind die mosambikanische Katastrophenbehörde INGC und die lokalen Vorsorge-Komitees sowie Provinz- und Distriktregierungen auf den Ernstfall weit besser vorbereitet. Am 25. Januar 2011 rief der Ministerrat die Gefahrenstufe „Rot“ für die betroffenen Überschwemmungsgebiete aus. Nun können schneller und leichter Helfer und Hilfsgüter in die Krisengebiete geschickt werden, der mosambikanische Notfallplan beginnt zu greifen. Die Gemeinden an den Flüssen Búzi und Save, wo unser Flutwarnsystem installiert ist, werden in Gesprächen und in den Medien besonders positiv erwähnt. „The situation is under control“ betonte der neue Distriktadministrator, Joaquim Arota, am 25.Januar 2011 in den notícias, dem wichtigsten Presseorgan des Landes. Opfer sind hier bisher nicht zu beklagen: Die Menschen sind gewappnet, die einstudierten Abläufe funktionieren im Notfall. Nun gilt es wachsam zu bleiben, denn in der Zyklonsaison, die von Mitte Februar bis März dauert, droht weiter große Gefahr. Es kann zu noch heftigeren Unwettern und Niederschlägen kommen. Eines zeichnet sich jedoch schon heute ab: Das jahrelange Training mit der Bevölkerung in den Distrikten Sofala und Manica, das wir mit unseren Partnern vor Ort und der GIZ organisiert haben, macht sich jetzt schon bezahlt. 28. Januar 2011 |