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Migration in Afrika
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Climate Change, Environment, and Migration Alliance (CCEMA)
01Migration in Afrika
02Climate Change, Environment, and Migration Alliance (CCEMA)

2. Expertenworkshop "Klimawandel, Umwelt und Migration" in München vom 23. bis zum 24. Juli 2009

Schleichende oder plötzliche Umweltveränderungen können erhebliche Abwanderungs- und Flüchtlingsbewegungen auslösen. Es wird erwartet, dass die Migrationsströme innerhalb von Ländern und über Landesgrenzen hinweg künftig zunehmen werden – mit beispiellosen Auswirkungen auf das Leben und die Existenz unzähliger Menschen. Denn Migration beeinflusst die lokale Bewältigungskapazität und die Umwelt nicht nur am Ausgangsort der Wanderbewegung, sondern auch an ihren Zwischenstationen und Zielorten. Will man die Sicherheit der Menschen gewährleisten, ist eine sinnvolle Planung und Steuerung der Migrationsströme unerlässlich. Dennoch werden die Themen Migration, Klimawandel und Umweltzerstörung oft losgelöst voneinander diskutiert. Um eine interdisziplinäre Herangehensweise zu fördern, organisierten wir vom 23. bis zum 24. Juli 2009 in München zusammen mit der Internationalen Organisation für Migration (IOM), dem Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der UN-Universität (UNU-EHS) und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) einen Internationalen Expertenworkshop über Klimawandel, Umwelt und Migration.

Dieser Veranstaltung ging im April 2008 ein thematisch ähnlich ausgerichteter Workshop voran, der von den selben Initiatoren in München organisiert wurde. Die Rockefeller Foundation, die sich ebenfalls in diesem Themenfeld engagiert, hat beide Workshops kofinanziert.
 
Beim ersten Expertentreffen wurde der Grundstein für eine Allianz gelegt, die sich den Zusammenhängen zwischen Klimawandel, Umwelt und Migration widmet (CCEMA). Diese interdisziplinäre Plattform hat mehrere Ziele. Zum einen soll eine fundierte Wissensbasis geschaffen werden, die das Bewusstsein nicht nur in der Politik, sondern auch in der Öffentlichkeit fördert. Außerdem will die Allianz ein neutrales Forum für einen offenen Dialog bieten und konkrete politische Handlungsempfehlungen entwickeln.

Ergebnisse des 2. Expertenworkshop
  
Seit April 2008 wurden große Fortschritte erzielt, die sich auch im Programm des aktuellen Workshops niederschlugen. Die IOM erstellte zusammen mit der Rockefeller Foundation und sieben Migrationsexperten ein Fachbuch zum Stand der Dinge. EACH-FOR, ein von der EU gefördertes Forschungsprogramm zum Thema, hat 23 Einzelfallstudien aus allen Teilen der Welt zusammengefasst. Ein Forschungsprogramm dieser Dimension ist neu, einzigartig und somit richtungsweisend. Zudem haben IOM und UNHCR eine gemeinsame Taskforce „Klimawandel, Migration und Vertreibung“ gegründet, die dieses Thema besser in politischen Verhandlungen integrieren soll.

Ziel des 2. Internationalen Workshops, an dem 28 Experten teilnahmen, war es, im Konsens eine solide Planungsgrundlage zu schaffen. Es wurde klar, dass weiterhin qualitative Fallstudien im Zusammenspiel mit quantitativen Methoden, die auf globale Datennetze und Beobachtungsinstrumente aufbauen, ein Schlüsselelement sein werden. Für die vier zentralen Themenfelder „Auslöser und Treiber von Migration“, „Wanderungsprozess“, „Anpassungsmaßnahmen“ und „Governance“ wurden Detailfragen geklärt und Konzepte erarbeitet. Diese können genutzt werden, um breitere Schichten auf das Thema aufmerksam zu machen.

Am Nachmittag des 2. Konferenztags fand das 1. Treffen des CCEMA Steering Committees statt. Die vertretenen Organisationen IOM, UNEP, UNU-EHS, OCHA, Stockholm Environment Institute (Oxford), die Universität von Sussex, und die Münchener Rück Stiftung beschlossen, die vorliegenden Forschungsergebnisse auszutauschen und künftige Aktivitäten besser zu bündeln.

Die Münchener Rück Stiftung widmet sich weiter diesem wichtigen Zukunftsthema. Ergebnisse aus unseren Projekten „Lehrstuhl für Soziale Verwundbarkeit“ (UNU, Bonn) und „Sommerakademie“ werden in den kommenden Jahren auf das Oberthema „Migration“ ausgerichtet.

> Weitere Details zum Workshop und CCEMA finden Sie in englischer Sprache im Downloadbereich rechts.

München, 05.08.2009