ArmutDer Kampf gegen die Armut gehört zu den großen Herausforderungen des neuen Millenniums. Vor allem in Afrika bedrohen Dürre, Kriege und Krankheiten die Lebensgrundlage der Menschen.Nach Angaben der Vereinten Nationen lebt weltweit etwa eine Milliarde Menschen in extremer Armut. Darunter fallen nach der Definition der Weltbank Personen, die weniger als einen Dollar pro Tag zur Verfügung haben. In der Millenniumserklärung der Vereinten Nationen haben sich 180 Staatsoberhäupter im September 2000 dazu verpflichtet, die Zahl der in Armut lebenden Bevölkerung bis zum Jahr 2015 zu halbieren.Auch wenn die globale Armut in den vergangenen 50 Jahren den Vereinten Nationen zufolge weltweit stärker zurückgegangen ist als in den 500 Jahren zuvor, sind Existenznöte allgegenwärtig, vor allem im südlichen Afrika. Dort ist fast jeder Zweite nicht in der Lage, seinen Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu bestreiten. Und es gibt kaum Anzeichen für eine Besserung – im Gegenteil: Hungersnöte, bewaffnete Konflikte und AIDS bedrohen die Lebensgrundlagen von immer mehr Menschen. Dabei ist Armut komplexer, als es der isolierte Blick auf Einkommensgrenzen offenbart. Eng damit verbunden sind Analphabetentum, schlechte Gesundheitsvorsorge, hohe Kindersterblichkeit und oft die Diskriminierung von Frauen. Der mangelnde Zugang zu sauberem Wasser, das Fehlen sanitärer Anlagen und die zunehmende Umweltverschmutzung verschlimmern die Situation weiter. In den Armenvierteln und Slums der Megacitys drohen zudem häufig Naturgefahren. Das globale Wirtschaftswachstum allein reicht nicht aus, um die Armut in den Entwicklungsländern zu bekämpfen. Nötig sind gezielte finanzielle Zuwendungen und nachhaltige Initiativen, die Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen. Die Münchener Rück Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, mit ihren Projekten zum Millenniumsziel der Armutsbekämpfung beizutragen. |