Wasser als Ressource

Wasser ist für den Menschen durch nichts zu ersetzen. Unser „blauer Planet“ verdankt seinen Namen dem Wasser, das rund zwei Drittel der Erdoberfläche bedeckt. Dennoch ist Wasser eine knappe Ressource: Nur ein Prozent der weltweiten Wasservorkommen steht als Trinkwasser zu Verfügung.

Verunreinigtes Wasser und mangelnde Hygiene gehören in den Entwicklungsländern zu den Hauptursachen für Krankheiten. Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge haben 0,9 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, 2,5 Milliarden Menschen müssen sogar auf minimale Hygieneeinrichtungen verzichten. Krankheiten, die durch verschmutztes Wasser verursacht werden, kosten täglich etwa 6.000 Kindern das Leben.

Die UN veranschlagen den minimalen täglichen Wasserbedarf zum Trinken, für Hygiene und Haushalt auf etwa 50 Liter pro Kopf. 8 Prozent des verfügbaren Wassers wird von Haushalten verbraucht, 70 Prozent der Wasserentnahmen weltweit gehen in die Landwirtschaft. Wasser ist aber nicht nur ein Lebenselixier, sondern spielt eine zentrale Rolle bei der wirtschaftlichen Entwicklung: Mehr als 30 Länder der Erde beziehen über 80 Prozent ihres Stroms aus Wasserkraft.

Zahlreiche Länder wie Bangladesch verfügen über ausreichend oder sogar zu viel Wasser. Doch mangelnde Wasserqualität, hohe Kosten für die Aufbereitung und effiziente Verteilung stellen die Menschen vor kaum lösbare Probleme. Ohne externe Hilfe und Finanzmittel sind sie häufig überfordert. Verschärft wird die Problematik durch die Bevölkerungszunahme mit dem einhergehenden steigenden Wasser- und Nahrungsmittelbedarf und durch den Klimawandel.

Nach neuesten Prognosen wird schon 2025 mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung über keine verlässliche Wasserversorgung verfügen. Am 22. März 2005 begann die Dekade „Wasser für Leben“ der Vereinten Nationen. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind gefordert, diesem Thema über die Landesgrenzen hinweg eine höhere Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Die Münchener Rück Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, auch in den Industrieländern das Bewusstsein der Menschen für die Problematik zu schärfen. Gleichzeitig setzt sie sich unmittelbar für Menschen ein, die täglich mit Trinkwassermangel zu kämpfen haben.

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