Smarte Lösungen für den Klimaschutz

Smarte Lösungen für den Klimaschutz

Dialogforen 2022

Das Bundesverfassungsgericht hat im April 2021 bestätigt, was viele Forschungseinrichtungen, Organisationen und Akteure der Zivilgesellschaft längst befürchtet haben: Die deutschen Klimaziele bis 2030 sind nicht ausreichend genau formuliert. Dringend notwendige Emissionseinsparungen werden zu weit in die Zukunft geschoben, Maßnahmen nach 2031 zu wenig konkretisiert. Wir müssen alle zusammen ambitionierter werden und Klimaschutz nicht nur als Bedrohung sondern auch als Chance auffassen. In den Dialogforen 2022 wollen wir uns mit Ihnen anschauen, wie das aussehen kann, auf welche Akteure es besonders ankommt und vor allem, welche Lösungen heute schon zur Verfügung stehen.

Zeiten und Veranstaltungsorte

Alle Dialogforen 2022 werden um 19 Uhr starten und sind für ca. 2 Stunden angesetzt. Die genauen Daten finden Sie unten in der Agenda.

Für die Dialogforen 2022 konnten wir zwei sehr namhafte Projektpartner gewinnen: Die Katholische Akademie Bayern sowie das Klimahaus Bremerhaven.

Das Januar-Forum werden wir gemeinsam mit der Katholischen Akademie Bayern durchführen. Die Veranstaltung findet dort im Auditorium statt: Mandlstraße 23, 80802 München

Das März-Forum wird zusammen mit dem Klimahaus Bremerhaven durchgeführt. Die Veranstaltung findet im Klimahaus statt: Am Längengrad 8, 27568 Bremerhaven

Die Foren im Februar, April, Mai und Juni werden wie gewohnt in den Räumen unserer Gründerin Munich Re durchgeführt: Konferenzraum Europe, Giselastraße 21, 80802 München 

Anmeldung zu den Dialogforen 2022

Neuigkeiten und Berichte

Programm

Katholische Akademie München, 12. Januar 2022, 19 Uhr

Klimaschutz ist alternativlos. Doch wer spielt dabei welche Rolle und wer steht in der Handlungsverantwortung? Wie können wir Maßnahmen so gestalten, dass die Lasten intergenerational, international und sozial gerecht verteilt sind? Schafft die EU mit ihrem European Green Deal eine gemeinsame klimapolitische Verantwortung? Und wie überwinden wir den regulatorischen Flickenteppich und schaffen einen neuen ordnungspolitischen Rahmen sowie neue Anreize zum Klimaschutz?

Podiumsgäste:

Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Direktor und Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Direktor, Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC), Berlin
Berthold Goeke, Ministerialdirigent, Unterabteilungsleiter Klimaschutzpolitik (BMU) (tbc)
Prof. Dr. Remo Klinger, Honorarprofessor, Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE)
Hildegard Müller, Präsidentin, Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA), Berlin

Moderation:

Prof. Dr. Johannes Wallacher, Präsident, Hochschule für Philosophie München (HFPH)

 

Veranstalter

Münchener Rück Stiftung, 8. Februar 2022, 19 Uhr

Klimaschutz wurde lange im Privatsektor als Risikofaktor für wirtschaftlichen Erfolg gesehen. Es ging häufig nur um die drohenden Kosten. Seit einigen Jahren findet jedoch ein Umdenken statt. Klimaschutz kann in vielen Sektoren als Zukunftsmotor und gewinnbringende Perspektive dienen. Jedoch geht es heute nicht mehr nur um kleine GreenTech-Start-Ups, sondern längst um die Transformation der Wirtschaftswelt. Welche Geschäftsmöglichkeiten bietet Klimaschutz? Wie kann Klimaschutz als Wachstumsmotor genutzt werden?

Podiumsgäste:

Wolfram Günther, Staatsminister, Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL), Dresden
Sabine Nallinger, Vorständin, Stiftung 2°, Berlin
Dr. Adriana Neligan, Senior Economist für Green Economy und Ressourcen, Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Köln
Ralf Pfitzner, Leiter Konzern Nachhaltigkeit, Volkswagen AG, Wolfsburg

Moderation:

Caspar Busse, Leitender Redakteur, Süddeutsche Zeitung (SZ), München

Klimahaus Bremerhaven, 24. März 2022, 19 Uhr

Das EEG hat der Klimawende zunächst mächtig Schwung verliehen und wurde als Erfolgsmodell in andere Länder exportiert. Doch der Schwung ist etwas verloren gegangen. Vor allem im Bereich Verkehr und Wärme gilt es aufzuholen. Wir brauchen eine Version 2.0. Wie kann diese aussehen? Müssen wir nicht ganzheitlicher denken, um die Klimaschutzziele zu erreichen? Welche neuen technischen Möglichkeiten stehen uns hier zur Verfügung und was ist realistisch umsetzbar? Welche Rolle kann etwa die Wasserstoffwirtschaft einnehmen?

Podiumsgäste:

Stephanie von Ahlefeldt, Abteilungsleiterin Energiepolitik – Strom und Netze, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), Berlin
Prof. Dr. Claudia Kemfert, Leiterin, Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt, Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW), Berlin
Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung, Deutsche Energie-Agentur (dena), Berlin
Dr. Sopna Sury, Chief Operating Officer Hydrogen, RWE Generation SE, Essen

Moderation:

Christian Schrader, Wissenschafts-Journalist, Hamburg

Veranstalter

Münchener Rück Stiftung, 26. April 2022, 19 Uhr

Längst ist klar, dass der Kampf gegen den Klimawandel nicht mehr nur über die Politik gewonnen werden kann. Gerade die internationalen Prozesse rund um das Klimaabkommen von Paris erscheinen derzeit zu träge. Andere Akteure, wie der Privatsektor aber auch die Zivilgesellschaft müssen vermehrt Beiträge leisten, wollen wir das 1,5-Grad-Ziel noch erreichen. Welchen Beitrag kann der oder die Einzelne überhaupt leisten? Wie kann ich mein Leben klimaneutral organisieren?

Podiumsgäste:

Julian Bischof, Forscher, Institut für Wohnen und Umwelt (IWU), Darmstadt
Heike Holdinghausen, Redakteurin für Wirtschaft und Umwelt, taz, Berlin
Kai Horn, Leiter Vertrieb und Marketing, Mobilitätsplattform highQ, Freiburg
Prof. Dr. Meike Jipp, Institutsleiterin, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Institut für Verkehrsforschung, Berlin

Moderation:

Andreas Unger, Journalist und Moderator, München

Münchener Rück Stiftung, 24. Mai 2022, 19 Uhr

Das Ziel, unsere Erde nicht auf mehr als 1,5 bis 2 Grad zu überhitzen, ist ambitioniert und gleichzeitig notwendig. Modelle zeigen jedoch, dass die CO2 Emissionen zu langsam sinken. Selbst wenn wir unsere Anstrengungen signifikant erhöhen, bleiben nicht-vermeidbare Lasten übrig, die kompensiert werden müssen. Bedeutet dies, dass wir CO2 aus der Atmosphäre entnehmen müssen? Doch wie? Und wohin damit? Längst werden in der Wissenschaft viele natürliche und technische Methoden besprochen, die teils auch schon umgesetzt werden. Um welche Mengen geht es? Was ist technisch machbar? Wie steht es um die gesellschaftliche und politische Akzeptanz?

Podiumsgäste:

Prof. Dr. Anita Engels, Professorin für Soziologie, Universität Hamburg
Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, Berlin (tbc)
Prof. Dr. Dirk Messner, Präsident, Bundesumweltamt (UBA), Dessau-Roßlau
Prof. Dr. Andreas Oschlies, Professor für Marine Biogeochemie, GEOMAR Helmholtz Zentrum für Ozeanforschung, Kiel

Moderation:

Dr. Marlene Weiß, Ressortleiterin Wissen, Süddeutsche Zeitung (SZ), München

Münchener Rück Stiftung, 22. Juni 2022, 19 Uhr

Betrachtet man die verschiedenen Konzepte zum Klimaschutz, erscheint vieles noch unerprobt, unausgereift und nicht skalierungsfähig. Doch dieser Eindruck täuscht. In der Praxis werden innovative Konzepte längst umgesetzt. Eine besondere Rolle nehmen hier Kommunen und Städte ein, welche oft schneller, agiler und innovationsbereiter agieren, als die Länder oder der Bund. In diesem Forum spezial wollen wir aufzeigen, wie die Energiewende und Klimaneutralität bereits heute erreicht und deutlich ambitionierter gestaltet werden können.

Podiumsgäste:

Dietlind Grabe-Bolz, Oberbürgermeisterin, Gießen (tbc)
Prof. Dr. Tobias Teich, Professor für Vernetzte Systeme der Betriebswirtschaft, Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) (tbc)
Octavian Ursu, Oberbürgermeister, Görlitz (tbc)
Arno Zengerle, Alt-Bürgermeister, Wildpoldsried

Moderation:

Andreas Unger, Journalist und Moderator, München

Df 2022 Poster