PAREMIA - Partnerschaften für den Klimaschutz

Zusammen mit GermanWatch will die Münchener Rück Stiftung einen weiteren Beitrag zu effizienterem Klimaschutz leisten. Gemeinsam starten wir das Projekt „PAREMIA - Neue Partnerschaften für den Klimaschutz“ (Partnerships for ambitious resilience and mitigation action).

News

Bis 2020 sollen alle Unterzeichner des Klimaabkommens von Paris ihre nationalen Klimaschutzziele definiert haben. Derzeit deutet alles darauf hin, dass diese Ziele nicht ambitioniert genug sind. Das 2-Grad-Limit wird voraussichtlich nicht erreicht, es muss deutlich mehr getan werden. Wir brauchen neue engagierte Partnerschaften für den Klimaschutz.

Die internationale Staatengemeinschaft verabschiedete das Pariser Abkommen und befürwortete Durchführungsbestimmungen zum Klimaschutz. Glaubwürdigkeit für eine ernsthafte Umsetzung wird sich aber nur dann herstellen lassen, wenn alle Länder mit anpacken und die Emissionen auch in den Schlüsselstaaten rasch reduziert werden. Dies ist heute umso wichtiger, da mächtige Einzelakteure wie US-Präsident Trump und der brasilianische Präsident Bolsonaro Zweifel verbreiten und den internationalen Klimaschutzprozess untergraben. Gleichzeitig muss der Schutz für die vom Klimawandel am stärksten betroffenen Menschen und Länder durch Maßnahmen wie Anpassung, Stärkung der Widerstandsfähigkeit und Umsetzung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) deutlich verbessert werden.

Climate Change
In vielen Regionen unserer Welt bedrohen die Auswirkungen des Klimawandels bereits heute die Lebensgrundlagen der Menschen. Wir brauchen stärkere Klimaziele um diese Regionen bewohnbar zu halten. Der Anstieg des Meeresspiegels, die zunehmende Zahl von Fluten und Zyklonen sowie Missmanagement an den Küsten haben z.B. im Süden von Bangladesch zu Erosion geführt.

Die relevanten deutschen Ministerien BMZ und BMU (Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit und das für Umwelt) haben für Kooperationen Länder identifiziert, mit denen sie gemeinsam zur Umsetzung des Paris-Abkommens beitragen möchten. Dies sind unter anderem: Südafrika, Indien, Vietnam, Mexiko, Kolumbien, Indonesien, Äthiopien, Elfenbeinküste, Peru und Brasilien – möglicherweise ergänzt um Marokko und Kenia (Stand Mai 2019). Bislang fehlt jedoch eine tiefere Analyse in Bezug auf die Klima-Zielsetzungen dieser Länder. Sie müssen ihre Maßnahmen detailliert festschreiben in sogenannten „Nationally Determined Contributions“ (NDCs) – auf Deutsch „national festgelegte Beiträge“. Eine Analyse für die NDCs wird benötigt, um die wichtigsten Handlungsfelder – sei es Wissenstransfer, Kapazitätenaufbau, Technisches Know-How, Politikberatung und vieles mehr – zu identifizieren und zu priorisieren.

Die meisten dieser internationalen Partnerschaften werden sich in erster Linie mit Klimaschutz befassen – Wechselwirkungen mit dem nötigen Aufbau von Resilienz (Anpassung) gegenüber den Folgen des Klimawandels sollen aber mitbedacht werden. In unserem neuen Projekt soll jedes Jahr für alle Partnerschaftsländer der Umsetzungsstand der Klimaschutzziele in den verschiedenen Sektoren analysiert werden. Zusätzlich werden für diese Länder die Grade der Betroffenheit bzgl. Wetterkatastrophen in den Ländern herausgestellt. Für mindestens drei Länder werden je Jahr auch detaillierte Politikempfehlungen für Klimaschutz ausgesprochen. Wegen ihrer zentralen Rolle für Finanzierung, Wegbereitung für privates Kapital und den Abbau von Risiken (De-Risking) wird dabei auch die mögliche Rolle von Entwicklungsbanken beleuchtet.

Die Forschungsarbeit zu den NDCs führt zu konkreten Politikempfehlungen, ganz im Sinne unseres Mottos „Vom Wissen zum Handeln“. Unsere jetzt stärkere Fokussierung auf internationale und nationale Klimaschutzziele ist wichtig, denn: Im Klimaschutz läuft uns die Zeit davon.

 

25. September 2019

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