Klimawandel, Klimaschutz – Sind wir noch zu retten?

Dialogforen 2020

Der anthropogene Klimawandel ist zweifellos eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Für das vielgelobte Klimarahmenabkommen von Paris 2015 hat die Politik viele Vorschusslorbeeren geerntet. Es fordert, dass die globale Erderwärmung bei deutlich unter 2 Grad bleibt. Inzwischen spricht man sogar von einem 1,5-Grad-Limit. Angesichts der heutigen Realitäten scheint dies ambitioniert, wenn nicht gar utopisch.

Wie kann das Versprechen von Paris eingehalten werden? Wie kann die Weltgemeinschaft sich schneller in Richtung nachhaltiger Lösungen bewegen? Die Zeit drängt. Alternativen, Initiativen und Engagement von verschiedensten gesellschaftlichen Akteuren sind gefragt. In den Dialogforen 2020 gehen wir der Sache auf den Grund. Wir untersuchen wichtige Aspekte von Klimawandelvermeidung und notwendiger Transformation. Wir zeigen auf, wo Utopien und Realitäten in der Debatte vermischt werden und welche Lösungswege es in eine zukunftsfähige, klimaneutrale Welt gibt. Denn Klimaschutz geht uns alle an!


3. Dezember 2019: Klimaschutz sozial gerecht gestalten – geht das?
Kooperationspartner: Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change


In ihrem mühsam ausgehandelten Klimapaket geizt die Große Koalition nicht mit Geld – doch der Einstieg in eine umfassende CO2-Bepreisung, die aus Sicht ihrer Berater eigentlich das klimapolitische Leitinstrument sein müsste, ist halbherzig. Zu groß ist offensichtlich die Sorge, einkommensschwache Haushalte zu überfordern. Doch muss ein angemessener CO2-Preis wirklich die soziale Spaltung des Landes und am Ende den Zulauf für populistische Parteien verstärken? Welche Verteilungswirkung hat das beschlossene Klimapaket? Wie lässt sich Klimaschutz gerecht umsetzen?

Ottmar Edenhofer, Direktor des Berliner Forschungsinstituts MCC
Antje Kapek, Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin
Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands e.V.
Jörg Steinbach, Minister für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg
Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg

Moderation: Dietmar Ringel, Inforadio (rbb) 


23. Januar 2020: Klimapolitik in der Misere - Unterschreiben, ratifizieren und weiter wie bisher?
Kooperationspartner: Deutsche Energie-Agentur (dena)

Uhrzeit und Ort: 19:00 Uhr, Munich Re, Giselastraße 21, München
Zur Anmeldung: > mehr
 


Zu oft wurden die Weltklimakonferenzen der vergangenen Jahre in der Öffentlichkeit als zahnlose Papiertiger wahrgenommen: Das Übereinkommen von Paris wurde verabschiedet, bisher allerdings nur teilweise umgesetzt. Länder wie die USA, Brasilien und Russland torpedieren die Bemühungen der Staatengemeinschaft. Andere Länder – wie zum Beispiel Deutschland - erreichen ihre selbstgesteckten Klimaziele nicht. Woher kommt der mangelnde Elan der nationalen Regierungen? Und wie werden die Vereinbarungen aus der Rahmenkonvention in den Ländern umgesetzt? Was können gesellschaftliche Initiativen zum Klimaschutz bewirken? Ist das 1,5-Grad-Ziel überhaupt noch zu erreichen? 

Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer, GermanWatch
Claudia Kemfert, Abteilungsleiterin Energie, Verkehr, Umwelt, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)
Rita Schwarzelühr-Sutter, parlamentarische Staatssekretärin, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUB)
Christian Walter, Professor am Lehrstuhl für Völkerrecht und Öffentliches Recht, Ludwig-Maximilians-Universität München

Moderation: Hanne May, dena, Berlin


18. Februar 2020
Mobilität von morgen - Emissionsfrei unterwegs mit Strom und Wasserstoff?
Kooperationspartner: Deutsche Energie-Agentur (dena)

Uhrzeit und Ort: 19:00 Uhr, Munich Re, Giselastraße 21, München
Zur Anmeldung: > mehr
 
 
Der Verkehr ist das Sorgenkind der Energiewende. Um die Klimaziele bis 2030 zu erreichen, setzt die Bundesregierung auf Elektromobilität. Ende dieses Jahrzehnts sollen 7 bis 10 Millionen Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen fahren. Dafür wird der Umweltbonus erhöht und bis 2025 verlängert. Außerdem ist bis 2030 ein umfangreicher Ausbau der Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum geplant. Aber reichen diese Maßnahmen aus? Und wie geht es nach 2030 weiter? Werden wir uns langfristig ganz vom eigenen Auto verabschieden müssen? Wie können wir die Bürger auf dem Weg in die emissionsfreie Mobilität mitnehmen? Und was bedeutet der Ausbau von E-Mobilität für unsere Energieversorgung und Stromnetze?

Klaus Bonhoff, Abteilungsleiter Grundsatzangelegenheiten, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Claus Doll, Mobilitätsexperte, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI
Lex Hartmann, Geschäftsführer, ubitricity Gesellschaft für verteilte Energiesysteme mbH
Marion Jungbluth, Teamleiterin Mobilität und Reisen, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.

Moderation: Kristina Haverkamp, dena, Berlin 


12. März 2020
Rettet das Klima - Innovationen gegen den Untergang
Kooperationspartner: Deutsche Energie-Agentur (dena)

Uhrzeit und Ort: 19:00 Uhr, Heilig-Geist-Kapelle in der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, Spandauer Straße 1, Berlin
 
 
Sucht man nach technischen Lösungen für den Klimaschutz, landet man schnell bei Solarkraft, Windenergie und Co. Es gibt jedoch noch eine Reihe weiterer interessanter Technologien. CO2 ist nicht nur schädlich, es kann auch wertvolle Ressource sein – etwa über Carbon Capture und Usage-Prozesse. Neue Ideen rund um das Thema Power to X müssen weiterentwickelt werden. Innovative Modelle der Gebäudedämmung helfen den Energieverbrauch im Wärmebereich zu reduzieren. Welche Potenziale haben diese Alternativen? Wie schnell geht die Umsetzung? Und warum werden sie auf großer Bühne, in der Politik wie auch in den Medien, oft vernachlässigt? Energiewende, das ist weit mehr als Windräder und Solarparks.
 
Claus Beckmann, Leiter Energie-, Klima- und Umweltpolitik, BASF SE
Mario Ragwitz, Institutsleiter (komm.), Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie und Wissenschaftlicher Direktor des Franhofer Cluster of Excellence "Integrated Energy Systems"
Sabrina Schulz, Leiterin des Berliner Büros der KfW Bankengruppe
 
Moderation: Christoph Jugel, dena, Berlin


23. April 2020: Licht aus, Heizung runter, rauf aufs Rad... - und was machst du?
Kooperationspartner: Deutsche Energie-Agentur (dena)

Uhrzeit und Ort: 19:00 Uhr, Munich Re, Giselastraße 21, München
Die Anmeldung beginnt am 17. März 2020, 11:00 Uhr
 


Energiewende und Klimaschutz sind Generationenprojekte. Es gibt nicht die eine Lösung. Wir alle können und müssen unseren Beitrag dazu leisten. Doch was kann die Zivilgesellschaft tun? Bei „Fridays-for-Future“ demonstrieren? Im Hambacher Forst am Baum anketten, Bäume pflanzen, das Schnitzel vom Teller verbannen und nur noch mit Bus oder Bahn verreisen? Wie organisiere ich mein Leben als Klimaschützer? Was kann jeder von uns eigentlich tun und wie kann die Politik nachhaltigen Konsum unterstützen? 

Andreas Ernst, Professor für Umweltsystemanalyse/Umweltpsychologie und Direktor des Center for Environmental Systems Research, Universität Kassel
Heike Holdinghausen, Journalistin und Buchautorin, TAZ Berlin
Kathrin Henneberger, Klimaaktivistin und Pressesprecherin, "Ende Gelände 2019" - Kohle stoppen. Klima schützen

Moderation: Steffen Joest, dena, Berlin


Logistisches

Veranstaltungsorte:
- Berlin im Dezember: EUREF Campus
- Berlin im März: Heilig-Geist-Kapelle in der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, Spandauer Straße 1
- München: Munich Re, Giselastraße 21

Anmeldung
Die Anmeldung für die Dialogforen in München ist ausschließlich per Online-System ab den oben genannten Daten möglich. Eine Vorabanmeldung nehmen wir nicht an, um allen Besuchern die gleichen Chancen zu gewähren.