Dialogforen 2014: "Hungern im Überfluss?"

Wie kann der Welthunger bekämpft werden? Schaden wir unserer Gesundheit und den Ökosystemen?

Europa erlebte in jüngster Zeit zahlreiche Lebensmittelskandale - Pferdelasagne, falsche Bio-Eier und EHEC-Gurken waren nur die Spitze des Eisbergs. Während hierzulande Essen sorglos weggeworfen wird und oft nur die Frage der Qualität im Mittelpunkt steht, hungern die Menschen in vielen Teilen der Welt. Experten betonen, dass die Hunger-Misere keine Frage der Menge, sondern ein Verteilungsproblem ist. Hinzu kommt, dass durch zunehmenden Fleisch- und Fischkonsum Ökosysteme leicht aus dem Gleichgewicht geraten.

In den Dialogforen geben namhafte Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft Antworten auf Fragen unserer Zeit und stellen Zukunftsperspektiven vor. Wir freuen uns auf spannende und interessante Foren mit Ihnen! 

21. Januar 2014: Nahrung für alle – aber wie?

Nahrung wird in vielen Regionen der Erde knapper. Ursachen sind unter anderem die wachsende Bevölkerung, falsche Ernährung und die Übernutzung von Anbaugebieten. In Industrieländern werden täglich tonnenweise Lebensmittel weggeworfen, anderswo verhungern Menschen. Wie sieht die Welternährungssituation aus? Welche Lösungsansätze gibt es, um die Verteilungsproblematik zu entschärfen und den Wert von Nahrung wieder zu steigern?

Tanja Gönner
Vorstandssprecherin der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Bonn und Eschborn
Prof. Gunther Hirschfelder
Kulturwissenschaftler, Universität Regensburg
Alexander Müller
Senior Research Fellow am Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS Potsdam), Potsdam

Moderation:
Dr. Patrick Illinger, Ressortleiter Wissen, Süddeutsche Zeitung, München

11. Februar 2014: Lust auf Meer – essen wir unsere Ozeane leer?

Die Weltmeere sind eine wichtige Nahrungsquelle, manche Völker ernähren sich fast ausschließlich von Fisch. Doch die steigende Nachfrage und die damit verbundene Ausbeutung gefährden die globalen Fischbestände. Welche Rolle spielen Lebensmittel aus dem Meer? Wie wird Meeresschutz durch politische und wirtschaftliche Interessen verhindert? Kann nachhaltige Fischerei wirklich funktionieren?

Dr. Iris Menn
Meeresbiologin, Greenpeace Deutschland e.V., Hamburg
Dr. Rainer Froese
Meeresbiologe am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, Kiel
Dr. German Jeub
Ministerialdirigent des Bundes, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Bonn

Moderation:
Dr. Patrick Illinger, Ressortleiter Wissen, Süddeutsche Zeitung, München

25. März 2014: Wie bio ist Bio?

Um Lebensmittel schöner und haltbarer zu machen, werden oft Zusatzstoffe und Chemikalien verwendet. Viele Konsumenten wollen das nicht und kaufen Bio-Produkte. Doch was taugt Bio? Ist Bio tatsächlich gesünder oder einfach nur teurer? Welche gesetzlichen Regeln gibt es? „Rind gekauft, Pferd gegessen“ - Lebensmittelskandale sind in Deutschland und anderswo fast schon an der Tagesordnung. Welche Instrumente gibt es zur Qualitätskontrolle?

Dr. Alexander Gerber
Vorstand von Demeter e.V., Darmstadt
Udo Pollmer
Lebensmittelchemiker und Buchautor, Gemmingen
Simon Tress
Bio-Gastronom und Koch, Hayingen
Georg Schweisfurth
Öko-Pionier und Buchautor, Glonn

Moderation:
Dr. Patrick Illinger, Ressortleiter Wissen, Süddeutsche Zeitung, München

3. April 2014: Hungern und Völlerei – essen wir uns krank?

Essen und Gesundheit: Wie steht es darum? Fettleibigkeit nimmt zu, Zucker ist zur Volksdroge geworden und Fastfood auf dem Vormarsch. Andererseits leiden immer mehr, vor allem junge Menschen unter Magersucht und Bulimie. Warum haben sich unsere Ernährungsgewohnheiten so verändert? Wie schaffen wir es, gesund zu leben?

Prof. Helmut Heseker
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE), Bonn
Prof. Hans Hauner
Direktor des Else Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin, TU München
Birgit Schramm
Ökotrophologin und Ernährungstherapeutin, Hamburg
  
Moderation:
Dr. Patrick Illinger, Ressortleiter Wissen, Süddeutsche Zeitung, München

13. Mai 2014: Lebensmittel – Spielball der Spekulanten?

Nahrungsmittelspekulationen beeinflussen massiv die Preise von Lebensmitteln. Steigen die Preise stark an, leiden Menschen Hunger. Fallen Preise durch Spekulationen, bringt das Landwirte in Existenznöte. Wie genau laufen Nahrungsmittelspekulationen ab? Wie ist der Stand der Dinge, welche Trends zeichnen sich ab? Kann Spekulation kontrolliert oder gar verboten werden?

Dr. Thilo Bode
Geschäftsführer von foodwatch e.V., Berlin
Bärbel Dieckmann
Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe e.V., Bonn
Dr. Sabine Miltner
Group Sustainability Officer der Deutschen Bank AG, Frankfurt a. M.  

Moderation:
Sebastian Herrmann, Ressort Wissen, Süddeutsche Zeitung, München
22. Mai 2014: Du bist was du isst - Wie wir wirklich gut leben
Vielen Familien mangelt es an einer geregelten Esskultur. Wegen der Belastungen im Beruf und dem Wunsch nach mehr Freizeit kommt die Essenszubereitung meist zu kurz. Fast Food und Fertigprodukte ersetzen eine ausgewogene Ernährung.

Dagmar Freifrau von Cramm
Food-Journalistin und Ökotrophologin, Freiburg
Prof. Hans Hauner
Direktor des Else Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin, TU München
Georg Schweisfurth
Öko-Pionier und Buchautor, Glonn

Moderation:
Sebastian Herrmann, Ressort Wissen, Süddeutsche Zeitung, München

Das zweite Dialogforum im Mai wurde gemeinsam mit der Hochschule München für angewandte Wissenschaft organisiert.

Während der Veranstaltung werden Fotos für Berichtszwecke gemacht. Wünschen Sie, nicht aufgenommen zu werden, sagen Sie uns oder unserem Fotographen bitte Bescheid.