Dialogforen 2015: Klima, Armut, Katastrophen – rettet die Welt!


2015 ist ein Jahr der Entscheidungen. Die Menschheit lernt jeden Tag dazu, trotzdem ereignen sich weltweit immer größere und schlimmere Katastrophen: Hurrikan Katrina, Deep Water Horizon, Fukushima. Hinzu kommen soziale Krisen in zahlreichen Ländern. Lösungen sind nicht in Sicht. Die Energiewende stockt, die Einkommensschere klafft immer weiter auseinander. 2015 wird neu verhandelt – auf wegweisenden Weltkonferenzen. Bei den Dialogforen 2015 wollen wir mit Ihnen und namhaften Experten die vor uns liegenden Herausforderungen diskutieren.

Die Anmeldetermine können Sie der Agenda entnehmen. Eine Vorabanmeldung per E-Mail oder telefonisch ist leider nicht möglich. Wir halten keine Kontingente frei und wollen allen Besuchern die gleichen Chancen einräumen. Aufgrund des hohen Besucherinteresses können leider nur angemeldete Gäste an den einzelnen Abenden teilnehmen.

20. Januar 2015: Globale Abkommen – ist das Scheitern vorprogrammiert?

2015 wird zum Schlüsseljahr. Wichtige globale Abkommen wie die Millennium-Entwicklungsziele und die globale UN-Katastrophenvorsorgestrategie laufen aus und werden neu aufgesetzt. Der Weltklimagipfel Ende des Jahres in Paris soll die Weichen für den Klimaschutz neu stellen. Was bewirken internationale Konferenzen und globale Abkommen? Welche Macht haben große Organisationen wie die Vereinten Nationen, ihre Ziele durchzusetzen? Welche Rolle können andere Akteure wie NGOs oder die Privatwirtschaft spielen?

Dr. Heike Kuhn, Ministerialrätin, Referat Millenniums-Entwicklungsziele und Armutsminderung, BMZ, Berlin und Bonn
Prof. Ellen Matthies, Professorin für Umweltpsychologie an der Universität Magdeburg
Christine von Weizsäcker, Präsidentin von Women in Europe for a Common Future (WECF), Biologin und Umweltaktivistin, München

Moderation:
Dr. Patrick Illinger, Ressortleiter Wissen, Süddeutsche Zeitung, München

24. Februar 2015: Klimawandel – rettet Paris das Zwei-Grad-Ziel?

Der Klimawandel schreitet voran. Der aktuelle IPCC-Bericht dokumentiert, dass damit große Risiken verbunden sind. Gleichzeitig macht er Hoffnung: Das Zwei-Grad-Ziel kann erreicht werden, wenn die Politik endlich mitspielt. Die Weltklimakonferenz in Paris soll 2015 eine Wende einleiten. Kann das gelingen? Welche Rolle spielen die USA, China und die EU, insbesondere Deutschland? Wie kann sich die Zivilgesellschaft in den Prozess mit einbringen?

Annalena Baerbock, MdB, Sprecherin für Klimapolitik der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Berlin
Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch, Berlin und Bonn
Prof. Mojib Latif, Leiter des Forschungsbereiches: Ozeanzirkulation und Klimadynamik, GEOMAR, Kiel

Moderation:
Dr. Patrick Illinger, Ressortleiter Wissen, Süddeutsche Zeitung, München

3. März 2015: Fluten, Dürre, Stürme – sind wir vorbereitet?

Hurrikan Sandy und Taifun Haiyan, Tsunamis, Hitzetote in England und Jahrhundertfluten in Deutschland: Immer mehr Menschen leiden unter Naturkatastrophen. Die Nachsorge ist teuer, aufwendig und oft nicht nachhaltig. Effiziente Katastrophenvorsorge ist dringend notwendig, doch die Anstrengungen der Regierungen reichen bei weitem nicht aus. Abkommen und politische Vorgaben wie die UN-Strategie für Katastrophenvorsorge erweisen sich bisher als zahnlose Tiger. Wie kann die Prävention bei uns, aber auch international verbessert werden? Welche Rolle spielen UN-Organisationen, welche die Nationalstaaten oder zivilgesellschaftliche Institutionen?

Prof. Peter Höppe, Leiter des Bereichs Geo Risks Research/Corporate Climate Centre von Munich Re, München
Dr. Volkmar Schön, Vizepräsident des Deutschen Roten Kreuzes, Berlin
Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Bonn

Moderation:
Dr. Patrick Illinger, Ressortleiter Wissen, Süddeutsche Zeitung, München

14. April 2015: Arme reiche Welt – faire Chancen für alle?

Die UN-Millenniumsziele sollten die globale Armut halbieren. Relativ gesehen sind wir auf einem guten Weg. Absolut jedoch steigt die Zahl der armen Menschen weiter. Gleichzeitig entwickeln sich in vielen Ländern wohlhabende Mittelschichten. Wer partizipiert an Wohlstand und Aufschwung, wer hat geringe Chancen? Läuft die Welt Gefahr, dauerhaft zu einer Zweiklassengesellschaft zu werden?

Dr. Mar Cabezas, Zentrum für Ethik und Armutsforschung, Universität Salzburg
Marion Lieser, Geschäftsführerin von OXFAM Deutschland, Berlin
Dr. Gerd Müller, Bundesminister, Ministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit, Berlin und Bonn
  
Moderation:
Sebastian Hermann, Süddeutsche Zeitung, München

6. Mai 2015: Tu was! Über Macht und Ohnmacht des Einzelnen

Politisches oder zivilgesellschaftliches Engagement, ehrenamtliche Tätigkeiten und ein nachhaltiger Lebensstil können Änderungen bewirken. Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es für Bürger – für jeden von uns? Höhlt steter Tropfen wirklich den globalen Stein? Wie groß ist der Einfluss des Individuums auf Prozesse von internationaler Bedeutung?

Frithjof Finkbeiner, Unternehmer, Koordinator der Global Marshall Plan Initiative, Hamburg
Sabine Nallinger, Vorstand der Stiftung 2 Grad, Berlin
Claudia Roth, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Berlin

Moderation:
Dr. Patrick Illinger, Ressortleiter Wissen, Süddeutsche Zeitung, München

21. Mai 2015, Hochschule München: Rettet die Welt! Sind wir vorbereitet?
Über die vergangenen Jahrzehnte hinweg sind Naturkatastrophen häufiger und stärker geworden, die Schäden erreichen immer größere Ausmaße. Verantwortlich dafür ist auch der Klimawandel. Umso wichtiger ist es, dass sich die Menschen für künftige Katastrophen wappnen.

Prof. Peter Höppe, Leiter des Bereichs Geo Risks Research/Corporate Climate Centre von Munich Re, München
Dr. Thorsten Klose, Referent Katastrophenvorsorge, Deutsches Rotes Kreuz, Berlin
Prof. Annegret Thieken, Vorsitzende Wissenschaftlicher Beirat, DKKV, Universität Potsdam 

Moderation:
Dr. Patrick Illinger, Ressortleiter Wissen, Süddeutsche Zeitung, München

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