Satellitenbilder im Klassenzimmer
Liveschaltung auf dem Pausenhof

Faszination Klimaänderung – Satellitenbilder machen Schule

„Klimaexpedition“ lautet ein Projekt der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch, das tagesaktuelle Aufnahmen der Erde aus dem Weltall ins Klassenzimmer holt. Die Münchener Rück Stiftung unterstützt das Bildungsprojekt, um das Bewusstsein von Jugendlichen für den Klimawandel zu schärfen.

Germanwatch brach bereits im August 2004 zur „Klimaexpedition“ auf. Umweltpädagogen erklären mit moderner Technik und Satellitenbildern, wie Klima entsteht, wie es sich in den letzten Jahrzehnten gewandelt hat und welche Folgen die Klimaveränderung nach sich zieht – vor allem für die Entwicklungsländer. Das Projekt eignet sich somit bestens, zentrale Aspekte einer nachhaltigen Entwicklung zu beleuchten.

„Wir wollen die Schüler motivieren, sich mit dem Thema Umwelt zu beschäftigen und aktiv zu werden – nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern indem wir sie für Bilder und Technik begeistern“, sagt Holger Voigt, einer der beteiligten Umweltpädagogen. Gerade die Aktualität der Livebilder komme bei Schülern und Lehrern sehr gut an, weiß der Biologe aus Erfahrung.

Jeder Projekttag umfasst normalerweise drei Doppel-Unterrichtsstunden, in denen die Jugendlichen einen Blick aus 36 000 km Höhe ins Auge eines Hurrikans werfen, jüngste Entwicklungen der Überschwemmungen in Äthiopien oder den austrocknenden Tschadsee betrachten.

Daneben erfahren die Schüler, was das Kioto-Protokoll klimapolitisch vorsieht und wie sie sich selbst für den Klimaschutz engagieren können, indem sie z. B. weniger Energie verschwenden. Germanwatch stellt den Lehrern darüber hinaus Unterrichtsmaterial zur Verfügung, mit dessen Hilfe sie die Inhalte der Projektstunden vertiefen können.

Ursprünglich war die innovative Schulungseinheit ausschließlich auf Nordrhein-Westfalen begrenzt, dann kamen immer mehr Anfragen auch von Schulen aus dem übrigen Bundesgebiet. Um Germanwatch angesichts dieser wachsenden Nachfrage zu unterstützen, fördert die Münchener Rück Stiftung das Projekt. Schließlich begünstigt der Klimawandel Naturgewalten wie Hurrikane, Dürren und Flutkatastrophen und bedroht durch den Anstieg des Meeresspiegels die Lebensgrundlagen unzähliger Menschen. Die Klimaexpeditionen tragen im Sinne unseres Mottos „Vom Wissen zum Handeln“ entscheidend dazu bei, Menschen für ein globales Risiko zu sensibilisieren. Die Stiftung will besonders die Jugendlichen mit diesem Projekt erreichen. Informationen und Broschüren zum Klimawandel gibt es viele, mit den brandaktuellen Schnappschüssen aus dem All sollen die jungen Menschen auf andere Art erreicht werden.

Die Bedeutung der Initiative haben auch die Vereinten Nationen anerkannt, indem sie die Klimaexpeditionen als offizielles Projekt der UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet haben. Die UNO hat die Weltdekade für die Jahre 2005 bis 2014 initiiert, um eine soziale, wirtschaftlich lebensfähige und ökologisch nachhaltige Entwicklung zu fördern.

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