Gewinner der Preisverleihung, Die Blauen Engel, Nelly-Sachs-Gymnasium, Neuss
Die Vorsitzende Christine Kone (links im Bild) und eine Mitschülerin der Schülerfirma Watchout der Schulze-Delitzsch-Schule, Wiesbaden, präsentieren ihre Designeruhren aus Recyclingmaterial

Grüne Unternehmensgründer

Jugendwettbewerb „go!clean“

Auf sie wäre jeder Wirtschaftsminister stolz: Fast 70 Schülerunternehmen haben Unternehmergeist sowie Kreativität bewiesen und für den Wettbewerb „go!clean“ vielversprechende Geschäftsideen für Ökoprojekte entwickelt. Die Veranstaltung wurde von der Münchener Rück Stiftung zusammen mit der Zeitbild Stiftung initiiert und stand unter der Schirmherrschaft des Bundesumweltministeriums.

Schülerunternehmen sind Projekte, in denen die Jugendlichen eigene Produkte entwerfen, produzieren und verkaufen oder Dienstleistungen anbieten. Auch wenn es sich nicht um eingetragene Firmen handelt und Obergrenzen für Umsatz und Gewinn bestehen, orientieren sich die Schüler streng an realen Unternehmen. Wie ihre Vorbilder verfügen sie über feste Firmenstrukturen und tragen zusammen mit ihrem Lehrer wirtschaftliche Verantwortung. Die Schulteams arbeiten sowohl innerhalb als auch außerhalb der Unterrichtszeit in ihren Firmen.

Im Mittelpunkt des Wettbewerbs „go!clean“ standen Projekte, die entweder auf nachhaltigen Konzepten aufbauen oder die dem Klimaschutz dienen. Die Palette der grünen Geschäftsideen war breit gefächert und reichte von Designeruhren aus Recyclingmaterial über hochpräzise Datenlogger zur Temperaturmessung bis hin zu einer Solar-AG, die Strom vom Schuldach direkt an die Stadtwerke verkauft.

Die Prämierung der besten Ideen fand am 1. Juni 2007 im Rahmen von „ECOTEC 2007 – Der Wissensmarkt für Umwelttechnologie“ auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen statt. Alle sechs Preisträger erhielten jeweils 500 Euro, die Gewinner des Wettbewerbs, „Die Blauen Engel“ vom Nelly-Sachs-Gymnasium in Neuss, bekamen zusätzlich einen Sonderpreis von weiteren 500 Euro zugesprochen. Die Blauen Engel setzen sich für umweltbewusstes Handeln in der Schule und im Privatleben ein. Dazu verkaufen sie unter anderem Recyclingmaterial und Broschüren oder beraten individuell vor Ort über Möglichkeiten zum Energiesparen.

„Wir waren völlig überrascht, dass wir als ganz junge Schülerfirma den Hauptpreis gewonnen haben, zumal es viele Schülerfirmen gibt, die schon seit langem hervorragende Arbeit leisten“, freuten sich die Blauen Engel. „Gerade in den letzten drei Monaten haben wir unendlich viel Zeit investiert, um unser Konzept und die Satzung der Schülerfirma sowie die Bewerbungsunterlagen rechtzeitig einreichen zu können.“

Vor der Preisverleihung bestand für interessierte Lehrer und Schüler die Möglichkeit, sich in zwei Workshops zum Thema "Schülerfirmen und Umwelt" zu informieren und auf der Schülerfirmen-Ausstellung Ideen und Anregungen zur Gründung einer eigenen Firma zu holen.

„Ich freue mich zu sehen, dass die Schülerinnen und Schüler erkannt haben, dass im Umweltschutz auch viele Geschäftspotenziale stecken, mit denen man richtig Geld verdienen kann“ erklärte Thomas Loster, Geschäftsführer der Münchener Rück Stiftung bei der Preisverleihung. „Es ist wichtig, möglichst früh den Gedanken von ökologischer und wirtschaftlicher Verantwortung zu verankern. Denn der gesellschaftliche Bewusstseinwandel kann nur gelingen, wenn wir die Jugend für die Idee begeistern. Genau darauf zielte der „go!clean“-Schulwettbewerb ab.“

Auch in den kommenden Jahren wird die Münchener Rück Stiftung Schülerprojekte in Deutschland fördern, um die wichtige Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen für den Gedanken der Nachhaltigkeit zu begeistern. Mehr erfahren Sie hier in Kürze.