Das Erbeben der Stärke 7,8 war das schlimmste Erdbeben in der Region seit mehr als 80 Jahren und hat große Teile der Region um Kathmandu zerstört.

Soforthilfe nach Erdbeben in Nepal – Trinkwasser wird dringend benötigt

Am Samstag, den 25. April 2015, traf ein starkes Erdbeben mit einer Magnitude von 7,8 MW große Teile Nepals sowie die angrenzenden Länder Indien und das chinesische Tibet. Das Epizentrum lag nur 80 km entfernt von der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu. Tausende Häuser wurden zerstört, unzählige Menschen sind noch vermisst und die Zahl der Toten wird auf über 5000 geschätzt.

Nach UN-Angaben sind mehr als acht Millionen Menschen in dem Gebiet betroffen. Nahe des Epizentrums sind bis zu 90 Prozent der Gesundheitsversorgung nicht funktionsfähig, die Infrastruktur ist zu weiten Teilen zerstört und Helfer kommen nur sehr mühsam voran.

Durch das Erdbeben wurden Brunnen zerstört, Flüsse verunreinigt und auch der Pokhara See, ein großer Süßwasserspeicher in Nepal, kann nicht mehr für die Trinkwasserversorgung verwendet werden. Neben medizinischer Notfallausrüstung, Decken und Matratzen wird daher vor allem sauberes Wasser dringend benötigt. Auch müssen die Menschen genau aufgeklärt werden, wie sie sich vor gefährlichen Infektionskrankheiten aufgrund verunreinigtem Wassers schützen können.

Unser Partner Aktion Deutschland Hilft hat bereits mehrere Hilfeteams ins Krisengebiet gesendet. Ein Anliegen ist, Zugänge zu sauberen Trinkwasser wieder herzustellen, Hygieneaufklärung zu betreiben und Hygieneartikel zu verteilen, um Seuchen und Durchfallerkrankungen vorzubeugen. Die Münchener Rück Stiftung unterstützt diese Soforthilfemaßnahmen von ADH mit 20.000 Euro. Munich Re ruft zusätzlich seine Mitarbeiter zu einer Spendenaktion auf.

29. April 2015, NSCH