Ein Mann nutzt eine große Pfanne als Boot in den immer noch überschwemmten Gebieten um Rajanpur - © Jaspreet Kindra/IRIN
Ackerflächen unter Fluten in Reikhbaghwala, Punjab. Die Ernte ist verloren. © Jaspreet Kindra/IRIN

Abschluss unserer Hilfsaktion für Pakistan

Dank zahlreicher Spenden von Mitarbeitern von Munich Re und von Freunden der Münchener Rück Stiftung können wir weiterhin ein nachhaltiges Projekt in Pakistan zur Trinkwassergenerierung unterstützen.

Die Flut in Pakistan ist mittlerweile mehrere Monate her. Trotzdem sind im November 2010 noch sieben Millionen Menschen obdachlos. Der Wiederaufbau geht nur schleppend voran. Teile des Landes stehen weiterhin unter Wasser, in anderen Gebieten haben die Wassermassen nichts als braunen Schlick und Schutt hinterlassen. Etwa 10 Millionen Menschen sind weiterhin auf internationale Hilfe angewiesen, nur 8 davon können derzeit versorgt werden. Der Rest wird von den Hilfslieferungen nicht erreicht.

Unmittelbar nach der Katastrophe mangelte es vor allem an sauberem Wasser und an Nahrung. Die Münchener Rück Stiftung leistete Soforthilfe. Der ADH-Bündnispartner „Adventist Development and Relief Agency“ (ADRA Deutschland) errichtete eine mobile Trinkwasseraufbereitungsanlage in der Stadt Shah Jamal im Bezirk Muzaffagarh im Südwesten der Provinz Punjab. Damit konnten ein Krankenhaus und mehr als 6.000 Menschen mit insgesamt 30.000 Litern Wasser täglich versorgt werden. Soforthilfe ist aber nur ein erster Schritt. Denn die Folgen der Naturkatastrophe werden noch lange zu spüren sein. Immerhin stand eine Fläche so groß wie Italien tagelang unter Wasser. Neben Häusern und Infrastruktur fielen auch riesige Agrarflächen den Fluten zum Opfer. Der vollständige Wiederaufbau wird nur mit internationaler Hilfe möglich sein und Jahre, wenn nicht Jahrzehnte beanspruchen. In einem zweiten Schritt müssen deshalb Projekte angeschoben werden, die den Menschen dauerhaft eine Zukunft in ihrer Heimat ermöglichen.

Dank zahlreicher Spenden von Mitarbeitern von Munich Re und von Freunden der Münchener Rück Stiftung kann das Projekt von ADRA auch weiterhin unterstützt werden. Im nächsten Schritt werden nun für Dutzende Häuser Brunnen mit Handpumpen gebaut, die auch langfristig die Wasserversorgung in Shah Jamal sicherstellen. Damit kann die Situation sogar im Vergleich zur Situation vor der großen Flut verbessert werden.