Ein Mann holt Wasser an einem großen Brunnen im Nordosten Äthiopiens. © Siegfried Modola/IRIN
Die Sterberate in den Viehbeständen ist wegen der Dürre dramatisch angestiegen. © Jaspreet Kindra/IRIN

Dürre am Horn von Afrika 2011 – Trinkwasser für die Menschen in Äthiopien

Die internationale Hilfe für die Dürreopfer in Afrika kommt nur schleppend voran. Wir fördern ein Wasserprojekt in Erebti, Äthiopien, wo die Lage besonders prekär ist.

Seit Monaten leiden die Menschen am Horn von Afrika unter der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren. Ernten sind vernichtet, das Vieh findet keine Nahrung und die Preise für Lebensmittel steigen kontinuierlich. Mehr als 12 Millionen Menschen in Äthiopien, Kenia, Somalia und Dschibuti sind vom Hunger bedroht, viele darben in Notunterkünften. Ein zentrales Problem in der Krisenregion ist der ungenügende Zugang zu frischem Wasser.

Unsere Hilfsaktionen der letzten Jahre haben gezeigt, dass mit der Auswahl der richtigen Partner nachhaltiger Erfolg erzielt werden kann. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, auch 2011 am Horn von Afrika ein Projekt von arche noVa aus unserem Partnerbündnis „Aktion Deutschland Hilft“ zu fördern. Im Distrikt Erebti im Nordosten von Äthiopien ist die Lage besonders prekär. Die Region leidet seit Jahren unter einer Dürre. Schlimmer noch, die wenigen vorhandenen Wasserquellen wurden durch den Ausbruch dreier Vulkane stark verschmutzt. Im gesamtem Distrikt gibt es heute nur noch zwei nutzbare Brunnen. Kurzfristig kann die Bevölkerung durch LKWs versorgt werden, langfristig müssen aber bessere Lösungen gefunden und die Selbstverwaltungskräfte der Gemeinden gestärkt werden. Arche noVa will dies mit unserer Unterstützung in vier Teilschritten erreichen:

- Rehabilitation dreier derzeit nicht nutzbarer Brunnen und Ausstattung mit Handpumpen (Wasserzugang für ca. 4.500 Menschen)
- Bau eines Regenrückhaltedamms (Wasserversorgung für ca. 1.000 Menschen)
- Gründung von Wasserkomitees für die Wartung und Instandhaltung der Anlagen
- begleitende Hygiene- und Gesundheitsaufklärung.

Wasserbereitstellung alleine genügt nicht. Bildung und Eigenverantwortung der Bevölkerung spielt auch in Erebti eine wichtige Rolle. Nur mit einem umfassenden Konzept kann ein nachhaltiger Effekt erzielt werden.

25. November 2011