Testnetz
Bau der Gestelle für die Testnetze

Nebelnetze Eritrea

Die Menschen in Afrika verwenden rund 40 Milliarden Stunden jährlich nur zum Wasserholen. Mithilfe des Projekts, das von der Münchner WasserStiftung durchgeführt und von der Münchener Rück Stiftung unterstützt wird, sollen 1.000 Menschen mit Trinkwasser versorgt werden.

Seit Urzeiten nutzen die Kalahari-Buschmänner im Süden Afrikas Tauwasser, das sich aufgrund der nächtlichen Abkühlung an den Pflanzen bildet. Diese spärlichen Wassertropfen sind in der Trockenzeit wertvolles Elixier und überlebenswichtig. Diese Technik, Tau- oder Beschlagwasser zu nutzen, haben Experten optimiert; heute ist man sogar in der Lage, Nebelwasser zu „ernten“.

Projektgebiet
Im Projektgebiet in Eritrea – das Hochland von Asmara liegt in 2 000 bis 2 500 m Höhe – ist die Wasserversorgung außerhalb der Regenzeit (von Juni bis August) bisher ein großes Problem, da in diesen Höhen keine Quellen oder Brunnen vorhanden sind. Leidtragende sind vor allem Frauen und Kinder, die einen beschwerlichen, oft stundenlangen Weg in die Täler auf sich nehmen müssen, um zu den Wasserstellen zu gelangen. Im Tal kann Wasser gekauft werden, das mit Tankwägen aus der Hauptstadt Asmara kommt. Es hat allerdings seinen Preis und ist oft gerade für arme Menschen unerschwinglich.

Warum Nebelnetze?
Eine Besonderheit des Hochlands ist die natürliche Nebelbildung: Im Landesinneren steigt die warme Luft nach oben und saugt feuchte Luft an, die sich über dem Roten Meer gebildet hat. Dadurch entsteht entlang einer 500 km langen Gebirgsregion sehr feuchter Nebel, der keinen Regen hervorbringt; er kann jedoch von November bis März genutzt werden. Der Nebel wird mit speziellen Netzen ausgesiebt. Dabei lagern sich die feinen Nebeltröpfchen an Fäden an und werden in eine Fangrinne abgeleitet. Die Technik wurde von der kanadischen Organisation FogQuest entwickelt und optimiert.

Dieses innovative und auf andere Regionen übertragbare Projekt zeigt anschaulich, wie uralte Erfahrungen nutzbar gemacht werden können. Es bietet eine gut umsetzbare Chance, die Lebenssituation der Menschen in dieser Region nachhaltig zu verbessern.

Stand des Projekts
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Kontakt

> Martina Mayerhofer

> Thomas Loster

 

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Links

> WasserStiftung

> FogQuest

 

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